24. Mai 2018 Renate Adolph

Gysi im märkischen Buckow

Gysi im märkischen Buckow

Ein Leben für linke humanistische Ideen

Es sind die schreienden Ungerechtigkeiten wie Kriege für Rohstoffe, Absatzmärkte und Rüstungsprofite, die Gregor Gysi beharrlich anprangert. Er kritisiert unbeirrt die ungenügende Verteilung von Nahrungsmitteln auf der Erde, mit deren gegenwärtigem Aufkommen die Weltbevölkerung zweimal ernährt werden könnte. Hingegen sterben 18 Millionen Menschen jährlich an Hunger. 

Auch während des Forums der LINKEN in der bis zum letzten Sitz- und Stehplatz gefüllten Festscheune in Buckow am Pfingstsonntag verdeutlicht der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Europäischen Linken, dass der Kapitalismus, trotz aller wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Effizienz nicht in der Lage ist, Frieden zu sichern sowie für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit  und Nachhaltigkeit zu sorgen.

Die weltoffene humanistische Erziehung in seinem Elternhaus und eben die realen Auswüchse des Kapitalismus prägten hauptsächlich Gysis Werdegang. Den hat er in seinem aktuellen Buch „Ein Leben ist zu wenig“ aufgezeichnet, das er dem höchst interessierten Publikum an dem Nachmittag präsentiert.

Leidenschaftlich engagiert sich Gysi seit Jahrzehnten für eine starke Linke in Deutschland und Europa. Große Verdienste hat er sich beim 

Erhaltung und der Stärkung der linken Partei in der Bundesrepublik nach 1990 erworben.

Jetzt schlägt er gegen zunehmende antirassistische, ausländerfeindliche und antisemitische Tendenzen Alarm und fordert dazu auf, sich ihnen entschieden entgegen zu stellen.

An die Bundesregierung gerichtet appelliert er, ihr Verhältnis zu Russland zu ändern, denn Frieden in Europa und in der Welt sei ohne Russland nicht möglich.

 

Renate Adolph