31. August 2018 Renate Adolph

Stimmungsvolle und nachdenkliche Friedenswochen

Fotos: Renate Adolph

Mit dem traditionellen Seelower Hoffest Ende August eröffnete DIE LINKE. Märkisch-Oderland stimmungsvoll ihre diesjährigen Friedenswochen. Das Fest, zu dem weit über 100 Besucher kamen, bildete den Auftakt für ein vielfältiges Programm mit Diskussionen, Polittalk, Musik und Gedenken anlässlich des  Weltfriedenstages am 1. September. Mit den Veranstaltungen in mehreren Städten und Gemeinden des Landkreises setzte die Linkspartei ein Zeichen gegen Krieg, Hetze, Aufrüstung, Waffenexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr. 

Beim Hoffest in Seelow sprach sich die Kreisvorsitzende, Bettina Fortunato, gegen eine linke Sammlungsbewegung neben der LINKEN aus. Für die Partei seien Partner für eine friedliche und soziale Gesellschaft notwendig, aber keine zusätzliche parallele Bewegung. Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, plädierte für eine starke linke Partei, die auf Bundesebene gebraucht werde. Linkes Sammeln sei aber für linke politische Mehrheiten notwendig. „Wir müssen den Graben zwischen Partei- und Fraktionsspitze zuschütten, sonst verlieren wir alle“, betonte sie.

Fakt ist: Für und Wider einer Sammlungsbewegung werden gegenwärtig in der Partei zurzeit heftig diskutiert, gerade angesichts des erstarkenden Rechtsradikalismus und mit Blick auf verhängnisvolle Erfahrungen in der deutschen Geschichte.

Die Vorsitzende der LINKEN Brandenburg, Anja Mayer, warb für den Zukunftsdialog des Landesverbandes, in dem zurzeit viele Ideen für das Programm zu den Landtagswahlen 2019 zusammengetragen werden. Auf der 3. Regionalkonferenz des Dialoges, am 29. September in Großräschen, wird über die Themen Gesundheit, Bildung und Strukturwandel in der Lausitz beraten.

Die zahlreichen guten Kontakte zum polnischen europäischen Nachbarn hob Landtagsabgeordneter Marco Büchel hervor. Sie seien für ein vertrauensvolles, friedliches Miteinander unerlässliche und sollten noch weiter ausgebaut werden. 

Die Musiker des Trio „Scho“ sorgten in den Talk-Pausen mit russischer Kaffeehausmusik vom Feinsten für begeistertes Mitschunkeln und Mitsingen.