12. Dezember 2017 Renate Adolph

Linksfraktion begeistert von Schätzen in Trebnitz

Es erstaunt mitunter, welche verborgenen Kunstschätze in Märkisch-Oderland zu entdecken sind. So zeigten sich die Abgeordneten der Linksfraktion des Kreistages Anfang Dezember verblüfft über die zahlreichen anmutigen Skulpturen des namhaften Bildhauers und Zeichners Gustav Seitz. Sein beachtlicher künstlerischer Nachlass wird seit September von der Gustav Seitz Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz in einer beeindruckenden Dauerausstellung präsentiert. Sie vereint Gussmodelle in Bronze, Zeichnungen und Druckgrafik, darunter Nachbildungen der Köpfe von Thomas und Heinrich Mann sowie von Bertolt Brecht.

Bei seiner Führung durch das neue Museum im liebevoll hergerichteten einstigen Wirtschaftsgebäude des Schlossensembles von Trebnitz machte der Leiter des Bildungszentrums, Darius Müller, die Abgeordneten vor allem auf das von Seitz geschaffene Käthe-Kollwitz-Denkmal aufmerksam, das im Original 1960 in Berlin Prenzlauer Berg seinen Platz fand. Die berühmte Künstlerin hatte bereits 1924 appelliert: „Nie wieder Krieg“.

Vor dem Rundgang zum Jahresabschluss der Kreistagsfraktion hatte Darius Müller das politisch-kulturelle Profil der Bildungseinrichtung mit seinen internationalen Austauschprojekten insbesondere in der deutsch-polnischen Grenzregion den Abgeordneten erläutert. Seit 1992 fördert der hier ansässige Schlossverein vor allem Selbstbestimmung und Kritikfähigkeit junger Menschen mit Seminaren zu Ökologie, Europa, Demokratie sowie mit Workshops: Bildende Künste, Theater, Foto, Film, Zirkus, Musik, Tanz, Schreiben und Geschichte. Mit Konzerten, Ausstellungen, Gesprächs- und Diskussionsforen schafft die Begegnungsstätte kulturelle Angebote in der ländlichen Region. Und im eigenen Dorfladen und Café gibt es vor allem regionale Produkte, unterstrich Müller. Bund, Land und Kreis gehören zu den Unterstützern der vielfältigen Projekte.


LINKE Opposition im Kreis anerkannt

Bei der Veranstaltung der LINKEN Kreistagsfraktion zum Jahresausklang in Trebnitz hob Vorsitzender, Uwe Salzwedel, den guten Ruf hervor, den sich die Abgeordneten bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltungen in den zurückliegenden Jahren erarbeitet haben. Sie seien verlässlich, gut vorbereitet und führen ihre Ausschüsse mit hoher Verantwortung. Mit zahlreichen Anträgen und Anfragen zur sozialen Kreisentwicklung verschaffte sich die Oppositionsfraktion kontinuierlich Gehör.

So forderten sie auf dem Kreistag im Dezember eine Überprüfung der Gebührenerhebung der Kreismusikschule. Dabei verwiesen sie darauf, dass die Kreismusikschule als gemeinnützige GmbH entsprechend der  Kommunalverfassung des Landes Brandenburg, den Einwohnern die Teilnahme am kulturellen Leben sowie den Zugang zu den Kulturgütern gewährleisten müsse.