31. Januar 2018 Renate Adolph

Kirchturmdenken für Schwimmhalle überwinden

„Sport, Jugendarbeit und Kultur können sich nicht selbst finanzieren. Sie sind aber wichtige soziale Pfeiler in der Gesellschaft.“ Das unterstrich der Vorsitzende des Kreissportbundes Märkisch-Oderland (KSB), Dieter Schäfer, nachdrücklich auf einer Beratung der Kreistagsfraktion DIE LINKE. über die Sportentwicklung Ende Januar in Strausberg. Die Geschäftsführerin des KSB, Manja Lindner, hob zudem hervor, dass der Kreissportbund mit über 26.000 Mitgliedern in 274 Sport- und Angelvereinen die größte Bürgerorganisation des Landkreises darstelle. Die Vereine  leisteten eine hervorragende Arbeit im Breiten-, Vorschul- und Seniorensport. Angesichts der wachsenden Bedeutung sportlicher Betätigung für Jung und Alt müsse allerdings die Kooperation der Vereine mit den Kommunen verbessert werden, sagte sie. Das betreffe vor allem die Nutzung von Sporthallen und –anlagen sowie deren Finanzierung. Auch sollte verbreitetes Kirchturmdenken zugunsten interkommunaler Projekte wie beispielsweise für eine gemeinsame Schwimmhalle überwunden werden.

Außerdem berieten die Abgeordneten weitere Scherpunkte, die sie im Kreistag 2018 diskutieren wollen. Dazu benennen sie in einem Antrag die Situation in der Pflege: stationäre und ambulante  Betreuung, Bedarfe und Pflegestützpunkte. Die Linksfraktion möchte auch regelmäßige Berichte der Kreisverwaltung zur Wirtschaftsförderung, zum Stand des Breitbandausbaus im Landkreis, zur Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, dabei u. a. zur Arbeitsvermittlung von Menschen mit weiterem Hilfebedarf sowie zur Betreuung und Vermittlung von Flüchtlingen. Für eine Erörterung der Situation von Kindern und Jugendlichen in MOL sind sie u. a. an Einschätzungen zur  Jugendhilfe und zur Kinderarmut interessiert.