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Stefan Wollenberg

Breiter Widerstand gegen Defender 2020

Ende Januar wurden erste Panzer- und Materialzüge am Cottbusser Bahnhof gesichtet. Cottbus ist eine der Drehscheiben, über die für das großangelegte Manöver „Defender 2020“ Truppen an die russische Grenze verlegt werden. Rund 200 BrandenburgerInnen versammelten sich dagegen am 30. Januar zu einer Protestkundgebung der LINKEN in Cottbus. "Defender 2020 ist kein Beitrag zu einer europäischen Sicherheitsarchitektur – es ist ein Spiel mit dem Feuer. Der größte Aufmarsch amerikanischer Truppen an den

russischen Grenzen seit Ende des kalten Krieges erhöht die Gefahr militärischer Auseinandersetzungen – und bremst sie nicht! Mehr Waffen schaffen nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Deswegen stellt sich DIE LINKE konsequent gegen diesen Truppenaufmarsch", sagte Anja Mayer, Landesvorsitzende der Linkspartei. Kathrin Dannenberg, Vorsitzende der Landtagsfraktion, betonte, dass sich Deutschland freiwillig als Drehscheibe dafür zur Verfügung stelle. Damit werde die NATO unterstützt, den Krieg mit Russland zu proben. Christine Buchholz, Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN, rief die Friedensbewegung auf, sich im Kampf gegen „Defender 2020“ zusammen zu schließen. Denn die Transporte beträfen alte wie neue Bundesländer gleichermaßen.

Im Rahmen des Manövers, das die USA gemeinsam mit den Armeen der baltischen Staaten durchführt, wird die schnelle Verlegung großer Truppenverbände nach Osteuropa erprobt – für den "Ernstfall". Das Drohszenario gegenüber Russland wird damit weiter ausgebaut. Nach der NATO-Osterweiterung bis an die russischen Grenzen, der Aufstellung von Raketenabwehrsystemen in Osteuropa, dem massiven Truppenaufmarsch im Rahmen von "Atlantic Resolve" seit 2017 stellt „Defender 2020“ eine weitere Eskalationsstufe dar. Diese Demonstration militärischer Überlegenheit gefährdet den Frieden in Europa. DIE LINKE. Brandenburg wird weiter konsequent Widerstand dagegen leisten, dass Brandenburg Drehscheibe und Aufmarschgebiet für Defender 2020 wird. Aktuelle Informationen unter www.dielinke-brandenburg.de/stop-defender2020.

Stefan Wollenberg

Landesgeschäftsführer DIE LINKE. Brandenburg