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Foto: A. Fortunato

Dorit Schulze

Friedenskonzert ging unter die Haut

Eine Chorrevue aus Anlass des Weltfriedenstages – mit nur zwei Chören? Mich beschlich leiser Zweifel. Immerhin füllte sich die Konzerthalle in Bad Freienwalde am Vorabend des Weltfriedenstages zunehmend. Jüngere und ältere Menschen wollten sehen, hören, teilnehmen.

Der Landtagsabgeordnete Marco Büchel begrüßte sie im Namen der Linkspartei und rief die Bedeutung des 1. September ins Gedächtnis. Dann ging etwas Großartiges über die Bühne. Torsten Riemann, für viele ein Begriff, hatte ein Programm gestaltet, das nicht allein

Eine Chorrevue aus Anlass des Weltfriedenstages – mit nur zwei Chören? Mich beschlich leiser Zweifel. Immerhin füllte sich die Konzerthalle in Bad Freienwalde am Vorabend des Weltfriedenstages zunehmend. Jüngere und ältere Menschen wollten sehen, hören, teilnehmen.

Der Landtagsabgeordnete Marco Büchel begrüßte sie im Namen der Linkspartei und rief die Bedeutung des 1. September ins Gedächtnis. Dann ging etwas Großartiges über die Bühne. Torsten Riemann, für viele ein Begriff, hatte ein Programm gestaltet, das nicht allein ein Genuss fürs Zuhören war, sondern wahrlich unter die Haut ging. Häufiger, herzlicher, lebhafter Beifall bewies es. Beide Laienchöre, „Cantus gaudia“ aus Freienwalde und „Sanctus“ aus der polnischen Stadt Moryn, sangen voller Leidenschaft und Begeisterung u. a. bekannte Titel wie „Sagte mal ein großer Dichter“, „Als ich fortging“,

„Reichtum der Welt“,  die Torsten Riemann modern und differenziert gestaltet hatte. Leise sang der eine oder andere Besucher mit, auch beim  gemeinsamen Gesang beider Chöre wie „Down by the riverside“. Soli von Torsten Riemann, Worte von Brecht, Lindenberg, Wecker machten bewusst: Der Weltfriede ist hoch gefährdet.

Es war auch ein Abend der Solidarität, ein Bekenntnis zur Empathie, ja zur Sympathie mit Menschen aus anderen Ländern. Ihre Freude, den Abend mitzugestalten, brachte die „Sanctus“-Chorleiterin zum Ausdruck und bekam viel Beifall.

Im Sturm eroberten sich drei junge Männer die Herzen des Publikums.

Ludwig Eckert aus Falkenberg, ganze  6 Jahre jung, die „Kleine weiße Friedenstaube“ vortrug. Wäre eine Stecknadel zu Boden gefallen, man hätte es hören können. Ebenso, als Mamadou in deutscher Sprache von seiner Flucht aus Guinea nach Deutschland berichtete. Aus Iran kam die Familie von Arman zu uns. Auch er beherrscht unsere Sprache, natürlich persisch als Muttersprache sowie englisch, besucht die 11.Klasse des Freienwalder Gymnasiums und verzauberte die Zuhörer mit Gesang und Klavierspiel.    

Doch es gibt sie immer noch, die Bilder von van Gogh, den Bolero von Ravel...“, dieses zukunftsfrohe Lied, von beiden Chören und auch Zuschauern vorgetragen, beschloss den Abend. Wer nicht dabei war, hat etwas sehr Schönes versäumt.

Mein herzlicher Dank an den Programmchef, alle Akteure und den Veranstalter.

Dorit Schulze

Bad Freienwalde