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v. l. Dr. Alexander Saier, Alexander Braun, Uwe Salzwedel
v. l. Dr. Alexander Saier, Alexander Braun, Uwe Salzwedel

Renate Adolph

LINKE fordert mehr Geld für Musikschulen

Das größte Problem der Kreismusikschule in Strausberg sowie der Musikschule „Hugo Distler“ e. V. in Eggersdorf besteht derzeit darin, genügend Musiklehrer an Bord zu haben. Beide Einrichtungen sind anerkannte Spitzeneinrichtungen in Märkisch-Oderland und Brandenburg. Doch die zum größten Teil auf Honorarbasis arbeitenden Pädagogen verdienen an staatlichen Schulen mehr. Viele wandern deshalb ab. Darüber, wie Musikschülern und Musiklehrern ohne Gebührenerhöhungen hier geholfen werden kann, berieten am Wochenende die Mitglieder der Linksfraktion des Kreistages in Altlandsberg mit den beiden Schulleitern, Dr. Alexander Saier und Alexander Braun

Die Fraktion der LINKEN beschloss, in der anstehenden Haushaltsberatung des Kreistages 2020 für die Musikschule Hugo Distler einen Zuschuss von 50.000 Euro zu beantragen. Zudem sollen 10.000 Euro mehr für Veranstaltungen der Musikschulen in den Haushalt 2020 eingestellt werden.

Es gehe nicht an, auf so einem wichtigen Gebiet der Bildung und der     Gemeinnützigkeit zu sparen, erklärte Fraktionsvorsitzender Uwe Salzwedel. „Wir streiten in den Haushaltsdebatten immer wieder intensiv über verhältnismäßig geringe Aufwendungen für Kinder und Jugendliche - für Musikschulen, aber auch für den Breitensport zum Beispiel, während andererseits Millionenbeträge des Kreises u.a.  für Bauinvestitionen - in den Haushaltsdebatten oft nicht einmal thematisiert, sondern einfach durchgewunken werden“, unterstrich er.

Die sehr engagierten Schulleiter der Musikschulen schätzten ein, dass eigentlich die Löhne überall angeglichen werden müssten. Eine Lösung wäre auch, ein gemeinsamer „Pool“ von Honorarmusiklehrern. Sie hätten bereits einen Austausch von Pädagogen organisiert, um dem Lehrermangel zu begegnen. Es fehle zudem an notwendigem, gut ausgebildetem Nachwuchs Hilfreich wären auch öffentlich geförderte Spezialausbildungen für Musiklehrer. Und nicht ohne Stolz beichteten sie, ihre beiden Musikschulen seien die einzigen, die bereits erfolgreich gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern und dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt auftraten. Ihre Konzerte zu den traditionellen Märkischen Musiktagen und weiteren Hunderten Events erfreuen alljährlich Tausende Musikliebhaber. Sie gehörten zu den kulturellen Höhepunkten in der Region und spornten zugleich die rund 4000 jungen Musiker an.