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Foto: A. Fortunato

Renate Adolph

Seelower Hoffest gegen Ukraine-Krieg und soziale Kälte

Foto: Renate Adolph
Foto: Renate Adolph

Obwohl Regen und Sturm angekündigt waren, ließen es sich rund 120 BesucherInnen nicht nehmen, am Freitagabend, 26. August, zum beliebten Seelower Hoffest am Linkstreff zu kommen. Traditionell bildete das Fest mit Polittalk namhafter LinkspolitkerInnen, Musikeinlagen sowie regionalen Leckereien, zubereitet von Mitgliedern des Ortsverbandes, den Auftakt der jährlichen Friedenswoche der Linkspartei Märkisch-Oderland.

In diesem Jahr brannte den Gästen vor allem der russische Krieg in der Ukraine unter den Nägeln. In einer von Carolin Schönwald moderierten lebhaften Podiumsdiskussion sprach sich der Kreisvorsitzende der LINKEN, Niel-Olaf Lüders, eindeutig gegen Waffenlieferungen in Kriegsgebiete aus. Dabei erinnerte er auch an die zahlreichen Kriege, die um Einflusssphären und Wirtschaftsinteressen von kapitalistischen Ländern auf der ganzen Erde geführt würden wie im Irak und in Jemen, in dessen Folge Hunderte Menschen verhungerten. Das Rüstungspaket für die Bundeswehr von 100 Milliarden Euro beende keine Kriege.

Wie er verurteilte auch die Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau, den russischen Angriffskrieg. Das Gebot, die Würde des Menschen ist unantastbar, gelte auch für die Friedensfrage und für den soziale Frieden, unterstrich sie. Noch immer gäbe es zum Beispiel keine gleichen Löhne und Renten in Ost und West. Dafür habe sich die Linkspartei seit der Wende eingesetzt. Leider erreiche die Partei die Menschen nicht im ausreichenden Maße.

Katharina Slanina, Vorsitzende der LINKEN in Brandenburg, appellierte daran anschließend, wie wichtig es sei, in den kommenden Wochen lautstark gegen steigende Preise und Mieten zu demonstrieren, um Druck auf die Regierung auszuüben. Es sei wichtig, sich gemeinsam mit Gewerkschaften und Initiativen gegen die herrschende soziale Kälte aufzulehnen.

Auch die Landtagsabgeordnete und Kreistagsvorsitzende, Bettina Fortunato, aus Seelow verlangte, dass der Blick der Regierenden auf die gerichtet werden müssen, die es brauchten. Die Inflation dürfe nicht auf die Ärmsten abgewälzt werden. Je stärker DIE LINKE, desto stärker sowohl der parlamentarische als auch der außerparlamentarische Druck, hob sie hervor. Die Partei werde dringend gebraucht und dürfe sich nicht in gegenseitigen Rechthabereien auseinanderdividieren lassen.

Die Kindervereinigung e.V. Seelow bedankte sich stellvertretend bei Petra Pau für die finanzielle Unterstützung des Pleinairs " Kunst an der Grenze" in Höhe von 1000 Euro, die der Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE. e. V. spendete.

Der befürchtete Regen blieb aus und die BesucherInnen erlebten einen stimmungsvollen Sommerabend mit vielen guten Gesprächen, umrahmt von der ComedyBluesBand „Die Schwärzefüsse“.