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Foto: A. Fortunato

Renate Adolph

Dank der Roten Armee für Befreiung vom Faschismus am 8. Mai - Gedenktage dürfen nicht uminterpretiert werden

Foto: A. Fortunato
Foto: S. Schubert
Foto: A. Fortunato

„Den Soldaten der Roten Armee, die gemeinsam mit den Alliierten zur Befreiung vom deutschen Faschismus und zur Beendigung des Zweiten Weltkrieges 1945 entscheidend beigetragen haben, gilt unsere Demut und unser Dank! Zu den Millionen getöteten Soldaten zählten auch viele Ukrainer“. Daran erinnerte der Vorsitzende der Linksfraktion Märkisch-Oderland, Uwe Salzwedel, bei einer Gedenkveranstaltung der LINKEN am 8. Mai in der Gedenkstätte Seelower Höhen. Dabei hob er hervor, dass 1985 der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker diesen Tag als Tag der Befreiung in das Stammbuch deutscher Geschichte geschrieben hat. Leider gäbe es angesichts des aktuellen russischen Krieges gegen die Ukraine Bestrebungen, das bedeutsame historische Datum umzuinterpretieren. Das sei gefährlich. Denn das Innehalten und ehrende Gedenken an Gräbern gefallener Sowjetsoldaten gelte zugleich allen rund 60 Millionen Opfern des von Hitlerdeutschland entbrannten verheerenden Weltkrieges.

Mahnendes Wachhalten der Geschichte und der Einsatz für Frieden mittels Diplomatie statt weiterer Aufrüstung seien Gebot der Stunde, so Salzwedel. Frieden erreiche man nicht mit Krieg. Es müsse um Ausstiegsszenarien aus dem Krieg gerungen werden.

Am Mahnmal des sowjetischen Soldaten in der Gedenkstätte legten neben zahlreichen Mitgliedern und Sympathisanten auch die Landtagsabgeordneten der LINKEN Bettina Fortunato und Thomas Domres sowie die Co-Landesvorsitzende, Katharina Slanina und der Kreisvorsitzende, Niels-Olaf Lüders, Blumen und Gebinde nieder.

Gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern gedachten Mitglieder der LINKEN an zahlreichen Sowjetischen Ehrenmalen in weiteren Städten und Gemeinden Märkisch-Oderlands am 8. Mai der unzähligen Opfer des Weltbrandes u. a.  auch in Altlandsberg, Bad Freienwalde, Eggersdorf, Müncheberg und Strausberg.

In Strausberg und Müncheberg hatte der Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) zu Gedenkveranstaltungen eingeladen. Das Mitglied der VVN und Vorsitzende des Stadtverbandes Strausberg der LINKEN, Gianna Faust, unterstrich hier in ihrer Ansprache: „Wir sagen an diesem Tag Danke an die sowjetischen SoldatInnen und an alle alliierten Armeen für die militärische Niederschlagung des deutschen Faschismus und ehren ihr Andenken. Mit ihrem Mut und Opferbereitschaft haben sie die Welt von der faschistischen Barbarei befreit.

Krieg, egal wer ihn auch führt, sollte schon lange kein Mittel mehr zur Lösung politischer Konflikte sein. Wir AntifaschistInnen fordern die Rückkehr zu einer Diplomatie, die Wege sucht und Kompromisse findet, den Frieden wieder herzustellen. Abrüsten statt Aufrüsten! Kein 100 Milliarden Sondervermögen für die Bundeswehr! Weltweite Entnazifizierung – Solidarität mit allen AntifaschistInnen! Sofortiger Abzug aller russischen Truppen aus der Ukraine! Aufrüstung gehört nicht ins Grundgesetz, der 8. Mai als Feiertag schon!“, so Gianna Faust